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Newsletter November 2010
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Verschiebung von WEST nach OST !?

Wie wird sich das zukünftige weltweite Wirtschaftwachstum entwickeln?
Die hohe Verschuldung sind für die westlichen Länder, allen voran die USA, eine große Herausforderung. Das wird das Wirtschaftwachstum dämpfen und zu Unsicherheiten an den Aktienmärkten führen. Anlegern, die auf den Strukturwandel in den Schwellenländern setzen, bieten sich attraktive Investmentchancen. Denn die Verschiebung der Wirtschaftkraft von West nach Ost bleibt weiterhin intakt.

Die meisten Schwellenländer erklimmen gerade die zweite Stufe wirtschaftlicher Entwicklung. Einzelne Unternehmen im Rohstoffsektor haben immer noch großes Potential und profitieren vom anhaltenden Auf- und Ausbau der Infrastruktur in den Schwellenländern. Schließlich ziehen jede Woche 1,5 Millionen Menschen vom Land in die Stadt, was mit gigantischen Baumaßnahmen verbunden ist. Doch neben den viel beachteten Infrastrukturunternehmen sind auch Firmen der Ernährungs- und Konsumgüterindustrie - von Kosmetik- bis hin zu Schokoladeherstellern - nun sehr gut positioniert, um von den sich langfristig veränderten Verbrauchermustern der Bevölkerung in den aufstrebenden Nationen zu profitieren - das ist eine Veränderung, die Anleger nicht unterschätzen sollten.
Denn mit der Industrialisierung und dem damit einhergehenden Wohlstand breiterer Bevölkerungsgruppen entwickeln sich auch deren Bedürfnisse und Ansprüche weiter. Mussten sich viele Menschen in der Vergangenheit mit dem Nötigsten für den täglichen Bedarf beschränken, können sie sich nun zunehmend Markenkleidung, Markenlebensmittel und Markenkosmetik leisten. Daneben interessieren sie sich mit steigendem Wohlstand für teurere Luxusgüter und Autos. Auch dieser Trend wird sich fortsetzen und verstärken. Denn bis zum Jahr 2030 soll die Zahl der Einwohner mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 4000 bis 17000 Dollar auf 1,3 Milliarden ansteigen. 2005 waren es erst 400 Millionen Menschen, die über ein solches Einkommen verfügten.

Es gilt deshalb herauszufinden, was Menschen in den Schwellenländern künftig kaufen werden. Yum Brands zum Beispiel ist ein globales Franchise-Unternehmen, zu dem die bekannten Marken Kentucky Fried Chicken, Pizza Hut und Taco Bell gehören. Kentucky Fried Chicken betreibt in China bereits mehr Restaurants als in den USA. Und die internationale Expansion geht weiter: 2009 wurden außerhalb von China und den USA 900 neue Restaurants rund um den Globus eröffnet. Sie sind in Schwellenländern wie Indien, Brasilien, Vietnam und Nigeria beheimatet.

Um an dem Strukturwandel im Konsumverhalten der Bevölkerung teilzuhaben, können Anleger sowohl direkt als auch indirekt in die Schwellenländer investieren. Viele Unternehmen, besonders in Asien, wachsen zwar rasant. Jedoch wird dies nicht immer angemessen im Aktienkurs widergespiegelt. Häufig zahlen Anleger sogar zu viel dafür, weil die Kurse allein nur von der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung zu stark steigen. Deshalb macht auch eine Investition in solide westliche Unternehmen Sinn, die vom Strukturwandel in schnell wachsenden Schwellenländern profitieren.

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erstellt am 09.12.2010 17:43:47
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