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Marktkommentar zum 30.06.2010
Marktkommentar zum 30.06.2010
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Berenberg

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Nach turbulenten Börsenwochen im Mai sah es im Juni nach einer leichten Beruhigung an den Märkten aus. Doch obwohl das Problem der Verschuldungskrise zunächst mehr und mehr in den Hintergrund rückte, wurde die erste Platzierung spanischer Staatsanleihen nach der Herunterstufung durch die Rating-Agentur Fitch mit großer Spannung erwartet. Zwar mussten die Iberer erheblich höhere Zinsen als in den Monaten zuvor anbieten, die Emission stieß jedoch auf rege Nachfrage und nahm den Märkten die Angst, Spanien müsse bei seiner Refinanzierung demnächst auch auf EU-Hilfen zurückgreifen. Nichtsdestotrotz hielt die Flucht in Qualität an. So markierte die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen zwischenzeitlich mit knapp unter 2,5% ein neues historisches Tief, während z.B. französische und belgische Staatspapiere Kursverluste zu verzeichnen hatten. In der letzten Juniwoche kehrte der Pessimismus an die Börsen zurück. Viele Marktteilnehmer befürchteten, dass sich das griechische Dilemma nicht mehr ohne eine Umschuldung umgehen lässt, und so erreichte die am Markt gehandelte Ausfallwahrscheinlichkeit Griechenlands für die nächsten fünf Jahre fast 60%. Gleichzeitig schätzte die US-Notenbank Fed den Wachstumsausblick auf ihrer jüngsten Sitzung vorsichtiger ein und ein Potpourri enttäuschender US-Konjunkturdaten verdeutlichte, dass die US-Wirtschaft von einem sich selbsttragenden Aufschwung noch weit entfernt ist. Im Berichtsmonat verlor der amerikanische S&P-500-Index 5,4%, und der japanische NIKKEI 225 Index musste ein Minus von 3,95% hinnehmen. Der DAX schloss den Juni dagegen nahezu unverändert ab und der STOXX 50 verbuchte nur
einen moderaten Verlust von 1,57%.
Der Zinssatz des 3-monats Euribor zu dem sich Banken untereinander Liquidität verschaffen, steht mit 0,767%
leicht unter dem von der EZB festgelegten Leitzinssatz, welches eine Anlage in variabel verzinsliche Wertpapiere
nunmehr –nach den deutlichen Verwerfungen– unattraktiv macht. Die Forwardkurven zeigen jedoch, dass es im
nächsten Jahr zu Steigerungen im 3-monats Bereich kommen könnte, welches variabel verzinsliche Papiere gegenüber
festverzinslichen attraktiver machen könnte. Neuemissionen sind aufgrund des starken Angebots zum Teil billiger geworden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Factsheet.
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erstellt am 27.07.2010 11:37:10
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