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Die internationalen Aktienmärkte tendierten im Mai insgesamt etwas schwächer. Nach den deutlichen Kurszuwächsen im April legten die Märkte zunächst eine Verschnaufpause und dann den Rückwärtsgang ein. Erst in den letzten Tagen des Monats begann sich wieder eine etwas freundlichere Tendenz durchzusetzen. Dadurch gelang es dem DAX, der im Vormonat mit einem Zuwachs von fast 7% herausgeragt hatte, das Monatsminus auf 2,94% zu begrenzen. Der DJ STOXX 50 (- 1,11%), der NIKKEI 225 (- 1,58% in YEN) sowie der S&P 500 (- 1,35% in US$) mussten im Monatsvergleich moderate Abschläge hinnehmen.
Die insgesamt sehr positiv verlaufene Quartalsberichtssaison konnte auf die Entwicklung an den Aktienmärkten nur noch begrenzt Einfluss nehmen. In den Vordergrund rückte dagegen einmal mehr die europäische Schuldenkrise mit Griechenland in der Hauptrolle. Dabei zeigten sich die meisten Beteiligten mit den bisherigen Sparanstrengungen und –erfolgen des südeuropäischen Landes nicht zufrieden. Zwar wurde nach einem informellen Treffen mehrerer EU-Finanzminister noch dementiert, dass über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone oder eine Umschuldung des Landes gesprochen worden sei. Bald darauf war jedoch klar, dass Änderungen am bisherigen Hilfsprogramm für Athen notwendig erscheinen. Allerdings konnten sich die Minister zunächst auf keine gemeinsame Linie einigen. Der Vorschlag einer „Reprofilierung“ – eine Art sanfte Umschuldung – machte jedoch sehr bald die Runde und wurde in Finanzkreisen lebhaft diskutiert. Die Rating-Agenturen zogen ihre eigenen Schlüsse: S&P sowie Fitch senkten das Rating für Griechenland zum wiederholten Male. Während für griechische Anleihen erneut Rekord hohe Risikoprämien verlangt wurden, gab die Rendite für die 10-jährige deutsche Staatsanleihe von 3,24% auf 3,02% nach.
Der Euro musste gegenüber dem US-Dollar nicht nur wegen der erneuten Krisensituation Federn lassen. Auch das Signal der EZB, dass es im Juni vorerst keine weitere Zinserhöhung geben soll, sowie ein relativ solider US-Arbeitsmarktbericht führten zunächst zu deutlich schwächeren Notierungen. Im Monatsvergleich stand für das Währungspaar eine Bewegung von 1,4807 auf 1,4396 zu Buche, wobei kurzzeitig Notierungen von unter 1,40 zu beobachten gewesen waren. Während die amerikanische Notenbank bisher keine Anzeichen einer restriktiveren Geldpolitik erkennen ließ, wurde in China nach überraschend kräftigen Inflationszahlen zum wiederholten Male der Mindestreservesatz angehoben. Starke Bewegungen waren an den Rohstoffmärkten zu beobachten. So musste der Silberpreis am 05. Mai mit einem Tagesverlust von fast 12% den größten Rückgang seit 1983 hinnehmen, und auch der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent gab an jenem Tag mit mehr als 8,5% ungewöhnlich stark nach. So war es nicht verwunderlich, dass auch im Monatsvergleich bei den meisten Rohstoffen eine negative Wertentwicklung zu verzeichnen war.
Der Berenberg-Select Income-Universal-Fonds erzielte im laufenden Jahr eine Wertentwicklung von +0,03%. Auch wenn wir mit dieser Wertentwicklung, die durch mehrere Belastungsfaktoren verursacht wurde, nicht zufrieden sind, so sind wir dennoch guten Mutes, bis zum Jahresende wieder in deutlich positiveres Terrain vorstoßen zu können. Wir behielten im Berichtsmonat weite Teile des Portfolios unverändert bei und waren hauptsächlich im Rententeil des Fonds aktiv. So verkauften wir Anleihen von ENI und Unicredit, erwarben jedoch im Gegenzug Anleihen von EDP, OTE und Portugal Telecom. Die Modified Duration beließen wir auf sehr niedrigem Niveau nahe null.
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erstellt am 06.06.2011 10:16:59
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