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Im Juli tendierten die internationalen Aktienmärkte schwächer. Der DAX (-2,95%), der DJ STOXX 50 (-1,96%) und der S&P 500 (-2,03% in US$) ließen einen gewissen Gleichlauf erkennen, während der NIKKEI 225 (+ 0,18% in YEN) praktisch unverändert notierte.
Beherrscht wurde das Börsenszenario von mehreren Themen. So war die Situation an den Finanzmärkten von zunehmender Nervosität bzgl. der europäischen Schuldenkrise geprägt, in deren Mittelpunkt nicht nur erneut Griechenland, sondern auch Italien, Irland und Portugal standen. Die Angst vor einem Übergreifen der Krise auf Italien führte zu einem Ausverkauf italienischer Staatsanleihen. Schließlich musste ein Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der Eurostaaten einberufen werden, auf dem verschiedene Rettungspakete geschnürt wurden. Für Griechenland, Portugal und Irland wurden die Zinssätze für Hilfskredite gesenkt und die Rückzahlungsfristen zum Teil deutlich verlängert. Private Gläubiger sollen auf Forderungen verzichten, insgesamt beläuft sich das Rettungspaket des europäischen Rettungsfonds EFSF auf 109 Mrd. Euro. Nach diesen Maßnahmen, die die Ansteckungsgefahr für Italien und Spanien reduziert haben, trat zumindest eine leichte Beruhigung der Lage ein. Die Skepsis der Marktteilnehmer, ob die beschlossenen Maßnahmen langfristig helfen werden, blieb jedoch.
Zudem tat sich jenseits des Atlantiks ein nicht minder großes Problemfeld auf. Zwischen Republikanern und Demokraten entstand ein heftiger Streit um eine Anhebung der US-Schuldenobergrenze, die derzeit bei 14,29 Billionen US-Dollar liegt. Beim Erreichen dieser Grenze würde die Aufnahme neuer Kredite für die Vereinigten Staaten unmöglich, so dass ab dem 02. August eine Zahlungsunfähigkeit gegeben wäre. Allerdings konnten sich beide Parteien in den letzten Stunden des Juli einigen, so dass man von dieser Seite zunächst eine gewisse Beruhigung erwarten kann. Nichtsdestotrotz wurde auch durch diese Diskussion der Blick auf die staatlichen Verschuldungsproblematiken weiter geschärft. Immerhin haben verschiedene Rating-Agenturen angekündigt, das Triple-A-Rating der USA zu überprüfen. Die Anleger flüchteten in Sicherheit: Die Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihe gab von 3,02% auf 2,54% nach, und der Goldpreis pro Unze stieg im Monatsverlauf von 1.500 US$ auf ein neues Rekordhoch von rund 1.630 US$.
Enttäuschende Zahlen kamen aus dem volkswirtschaftlichen Bereich: So wurden die Marktteilnehmer von den schwachen US-Arbeitsmarktzahlen überrascht, und die Entwicklung der US-Auftragseingänge zeigte, dass das Wachstumsmomentum in der Industrie weiter abnehmen dürfte. Als stabilisierender Faktor für die Märkte erwiesen sich einmal mehr die Quartalsberichte der US-Unternehmen, die in der Summe sowohl mit höheren Umsätzen als auch mit höheren Gewinnen je Aktie (als von den Analysten erwartet worden war) überzeugen konnten, während die Ergebnisse in Europa eher gemischt ausfielen.
Der High-Discountportfolio Universal verlor im Juli 0,06%. Ein höherer Verlust konnte durch ein sehr aktives Laufzeitenmanagement vermieden werden. So haben wir zur Monatsmitte bei Vollinvestition von kurzen in lange Laufzeiten und einige Tage später wieder zurück in kurze Laufzeiten getauscht. Dann haben wir zum Monatsende die gestiegenen Volatilitäten genutzt und erneut lange Laufzeiten der Discountstrukturen bei unveränderten Höchstbeträgen aufgenommen. Im Besicherungsportfolio haben wir kurzfristige italienische Staatsanleihen gekauft. Wenige Tage später haben wir bei rund 60% der Position Gewinne realisiert. Die Zinssensitivität haben wir zum Monatsende verringert.
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erstellt am 12.08.2011 11:18:53
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