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Die bereits seit dem Frühjahr zu beobachtende, relativ unruhige Phase an den internationalen Aktienmärkten setzte sich – wenn auch unter etwas geringeren Schwankungen – im Juli fort. Zu den maßgeblichen Einflussfaktoren zählten die Berichtssaison für das zweite Quartal des Jahres 2010 sowie makroökonomische Daten. Eine deutlich positive Wirkung auf die Aktienmärkte konnten in dieser Hinsicht die Quartalsberichte der Unternehmen entfalten, da die überwiegende Mehrzahl der bis Ende Juli berichtenden Unternehmen einen höheren Gewinn je Aktie erzielte, als es zuvor von Analysten erwartet worden war. Erfreulich war, dass sich die guten Ergebnisse quer durch alle Sektoren zogen, wenn auch einzelne Unternehmen, wie z.B. Intel, besonders positiv auf sich aufmerksam machen konnten. Für Erleichterung sorgten zudem die Ergebnisse der europäischen Banken-Stresstests, die keine größeren Hiobsbotschaften aus der Finanzindustrie erkennen ließen.
Eher durchwachsen fielen dagegen die makroökonomischen Daten aus. Der überraschend kräftige Rückgang des Konsumentenvertrauens in den USA könnte durchaus ein Zeichen für eine wieder schwächelnde Binnennachfrage sein. Auch der Philly-Fed-Index, ein Frühindikator zur Bewertung der Wirtschaftslage in den USA, enttäuschte die Marktteilnehmer. Zudem sprach der amerikanische Notenbankpräsident Bernanke in seiner Rede vor dem Senatsausschuss davon, dass die Wachstumsaussichten für die US-Konjunktur außergewöhnlich unsicher seien. Demgegenüber zeigte der deutliche Anstieg des Ifo-Index eine überraschend positive Stimmung im deutschen Unternehmenssektor.
In diesem Spannungsfeld zwischen guten Unternehmens- und eher schwächeren Konjunkturdaten maßen die Börsianer den Unternehmensdaten letztlich das größere Gewicht bei, und so tendierten die wichtigsten Indizes im Berichtsmonat freundlich. Während der DAX ein Plus von 3,06% verbuchen konnte, gewann der STOXX 50 – Index 4,94%. Auch der S&P 500 (+6,88% in US$) sowie der NIKKEI 225 (+1,65% in YEN) legten zu. Da keine neuerlichen Störfeuer zum Thema „Verschuldungsproblematik einzelner europäischer Staaten“ aufkamen, konnte der Euro gegenüber dem US$ im Laufe des Monats kontinuierlich an Wert gewinnen und knapp die Marke von 1,30 überwinden, während die Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihe von 2,58% auf 2,68% anstieg.
Der Select Trade-Universal-Fonds konnte im Juli einen Wertzuwachs von 2,64% erreichen. Bereits zum Monatsanfang hatten wir die Aktienquote über den Kauf von DAX-Future-Kontrakten angehoben, um diese Position einige Tage später mit einem erfreulichen Gewinn wieder schließen zu können. Veräußert wurden im Berichtsmonat einige Rentenpapiere, von denen die Anleihe der ungarischen MOL erwähnenswert ist; hier wollten wir denkbaren Turbulenzen in Ungarn entgehen. Ebenfalls leicht reduziert wurde die Quote der Discountzertifikate, da wir uns im Zuge der gut angelaufenen Berichtssaison in ausgewählten Einzeltiteln im Aktienbereich engagieren wollten. Wir erwarben Aktienpositionen in Intel, Microsoft und Novartis (Gewichtung insgesamt rund 11%), wobei wir das Währungsrisiko per Devisentermingeschäft absicherten. Mit einer Discountzertifikate-Quote von rund 61% sowie dem erwähnten reinen Aktien-Engagement fühlen wir uns in dem derzeit freundlichen Marktumfeld wohl, werden jedoch weiterhin die bestehenden Risiken nicht aus den Augen verlieren. ____________________
erstellt am 05.08.2010 16:26:05
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