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Marktkommentar Februar 2011
Marktkommentar Februar 2011
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Berenberg

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Nach dem freundlichen Januar-Auftakt konnten die internationalen Aktienmärkte auch im Februar Wertzuwächse verbuchen. Die ersten drei Wochen des Monats waren von stetig und moderat steigenden Kursen geprägt, während es zum Monatsende unruhig wurde und kleinere Rückschläge zu verzeichnen waren. Wichtige Leitindizes in Europa wie der DAX (+2,75%) und der STOXX 50 (+2,22%) erfreuten die Anleger ebenso wie Indizes aus Übersee. Der NIKKEI 225 (+ 3,77% in YEN) und der S&P 500 (+3,20% in US$) konnten sogar noch etwas stärker zulegen. Insgesamt verlief der Monat weitgehend in ruhigen Bahnen, was sowohl für die Märkte als auch für deren Umfeld konstatiert werden kann.
Ein Thema mit größerer Aufmerksamkeit – und auch ein Auslöser für die Marktschwäche in den letzten Tagen des Monats - waren die Unruhen in den nordafrikanischen Staaten. Insbesondere die politische Lage in Libyen und der daraufhin deutlich steigende Ölpreis gaben den Marktteilnehmern Anlass zur Sorge und weckten Erinnerungen an vergangene Phasen globaler Wachstumsschwäche. Deutlich wurde dies nicht zuletzt an den Kursen der Reiseveranstalter und Luftfahrtgesellschaften: immerhin haben trotz der positiven Wertentwicklung des DAX in diesem Jahr Lufthansa und TUI beispielsweise einen fast zweistelligen prozentualen Verlust vorzuweisen.
Die Berichtssaison der Unternehmen für das vierte Quartal des Jahres 2010 brachte im Wesentlichen solide Ergebnisse zutage, wobei ganz große Überraschungen ausblieben. Immerhin konnten aus deutscher Sicht BASF, RWE und Henkel Rekordzahlen und die Allianz gute Zahlen aufweisen. Allerdings waren Analysten und Anleger nicht ganz so leicht zufrieden zu stellen: Bei RWE und Henkel konnte der Ausblick nicht überzeugen, und bei der Allianz hatte man sich eine kräftigere Dividendenerhöhung versprochen.
Von der makroökonomischen bzw. geldpolitischen Seite kamen durchwachsene Zahlen. So hat die chinesische Zentralbank im Kampf gegen die Inflation erneut die Zinsen erhöht und die Mindestreservesätze angehoben. Durch die Straffung der Geldpolitik soll eine Überhitzung der schnell wachsenden Wirtschaft vermieden werden. Obwohl die europäische Zentralbank die Preisstabilität in Euroland in den nächsten ein bis zwei Jahren gewährleistet sieht, mehrten sich zuletzt im Umfeld der EZB Stimmen, die eine Zinserhöhung früher als erwartet in Betracht ziehen. Gemischt waren auch die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. Der Beschäftigungsaufbau blieb im Januar deutlich hinter den Erwartungen zurück, wobei vor allem die Schneestürme zu Jahresbeginn ihren Tribut forderten und den Bausektor belasteten. Die Arbeitslosenquote sank zwar unerwartet und kräftig von 9,4% auf 9,0%, dies jedoch nur, weil der Pool der Arbeitssuchenden sich im Betrachtungszeitraum aus statistischen Gründen deutlich reduziert hat. Zudem stand den schlechten Daten vom US-Häusermarkt der überraschend auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren gestiegene Einkaufsmanagerindex des Großraums Chicago entgegen.
Wenig Bewegung war auch auf den Devisenmärkten auszumachen, wo sich das EUR/US$-Währungspaar um den Vormonatsschlusskurs von 1,3685 entlang hangelte und den Monat mit 1,3801 beendete. Die Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihe blieb per Saldo unverändert bei 3,16%, erreichte im Hoch jedoch einen Wert von 3,34%.
Der Select Trade-Universal-Fonds beendete den Februar mit einer Wertentwicklung von +0,49%. Die im Januar eingegangenen Positionen in Allianz, Beiersdorf und Commerzbank wurden mit Gewinn verkauft, während wir an der Position von Barnes & Noble zunächst noch festhalten wollen. Erfolgreiche Tradings konnten während des Monats in Werten von Abbott Laboratories, Deutsche Bank sowie Nestle durchgeführt werden. Die entstandene Liquidität wurde überwiegend in Capped-Bonuszertifikate auf den EURO STOXX 50 investiert, wobei wir auf einen großen Sicherheitspuffer von mindestens 20% geachtet haben. Zudem wurde das Portfolio Ende des Monats aufgrund der unsicheren Aussichten durch den Verkauf von EURO STOXX 50 – Future-Kontrakten teilweise abgesichert.

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erstellt am 09.03.2011 09:12:39
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