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Marktkommentar August 2010 Select Trade
Marktkommentar August 2010 Select Trade
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Berenberg

Beitraege: 50
Obwohl die Nervosität hinsichtlich der Entwicklung der Weltkonjunktur und der US-amerikanischen Wirtschaft auch im
September anhielt, präsentierten sich die internationalen Aktienmärkte in starker Verfassung. Treiber dieser Entwicklung
waren moderat bessere Wirtschaftsdaten aus den USA sowie positive Konjunktursignale aus China und Deutschland und
die Abkehr der US-Notenbank vom Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik. Erleichtert wurden zudem die neuen
Eigenkapitalvorschriften für die Finanzindustrie (Basel III) aufgenommen. Befürchtungen über zu scharfe Vorschriften
bestätigten sich nicht und die langen Übergangsfristen wurden begrüßt. In diesem Umfeld verzeichneten die meisten
Aktienmarktindizes deutliche Gewinne: so stieg der S&P 500 Index um 8,76% an, der japanische NIKKEI 225 gewann
6,18% und der Deutsche Aktienindex legte um 5,13% zu. Mit 1,33% konnte der europäische STOXX 50 dagegen nur
moderate Zugewinne verbuchen.
Die Sorgen vor einem Rückfall der USA in die Rezession flauten leicht ab. Zwar kommt der amerikanische Arbeitsmarkt
nach wie vor nicht in Schwung, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und der besser als erwartete
moderate Stellenaufbau im privaten Sektor wiesen jedoch auf eine Stabilisierung hin. Eine leichte Verbesserung konnte
der US-Immobilienmarkt nach sehr schlechten Vormonatszahlen aufweisen: Hausbaubeginne, Baugenehmigungen und
die Verkaufszahlen bestehender Häuser lagen über den Erwartungen. Mit Besorgnis wurde der kräftige Einbruch des
Verbrauchervertrauens sowie die auf breiter Front nachgebenden regionalen Einkaufsmanagerindizes aufgenommen.
Kritische Töne schlug der US-Notenbankchef Ben Bernanke an: er sehe die US-Wirtschaft kurz- und mittelfristig vor
schwierige Herausforderungen gestellt, erwarte nur ein moderates Tempo der Konjunkturerholung und sehe die Gefahr
zu niedriger Inflationsraten. In ähnlicher Weise äußerte sich die OECD, die für das zweite Halbjahr 2010 nun eine
stärkere Abschwächung der Konjunktur in den Industrieländern prognostizierte und dazu aufrief, den Ausstieg aus der
extrem lockeren Geldpolitik aufzuschieben. Prompt betonte die amerikanische Zentralbank ihre Bereitschaft, ein
weiteres, hunderte Milliarden US-Dollar schweres Aufkaufprogramm für Staatsanleihen aufzulegen, um die Wirtschaft bei
erneuter Eintrübung der Aussichten zu stützen. Amerikanische Staatsanleihen quittierten die Aussagen mit einem
kräftigen Renditerückgang. Die 10-jährige Rendite lag zum Monatsschluss nahezu unverändert bei 2,51%. Die
europäischen Rentenmärkte ließen sich dagegen kaum beeindrucken. Neben positiv überraschenden
Wirtschaftsindikatoren Deutschlands trieb die ausbleibende Bereitschaft der Europäischen Zentralbank, sich einer
weiteren geldpolitischen Lockerung anzuschließen, die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen auf 2,28%.
Leidtragender dieser Entwicklung war der US-Dollar, der gegenüber dem Euro im September knapp 7,5% verlor. Die
US-Währung konnte selbst vom Aufflammen der europäischen Verschuldungskrise nicht profitieren. Der
Renditeabstand portugiesischer und irischer zu deutschen Staatsanleihen stieg auf die höchsten Niveaus seit Gründung
der Eurozone. In Portugal beunruhigten stockende Haushaltsverhandlungen die Anleger. In Irland sorgten die
ausufernden Kosten der Rettung der irischen Banken, Herabstufungen der Ratingagenturen und schlechte
Wirtschaftsdaten für Besorgnis.
Die Wertentwicklung des Select Trade-Universal-Fonds war im Berichtsmonat mit +1,53% erfreulich. Zu Gute kam dem
Fonds dabei die hohe Gewichtung an Discountzertifikaten, die sowohl von den steigenden Kursen der
Aktienmarktindizes als auch von der im Monatsvergleich gesunkenen erwarteten Volatilität der Marktteilnehmer
profitierten. Insgesamt wurde der Fonds im Monatsverlauf etwas offensiver ausgerichtet. Mit E.ON und RWE, die in
den letzten Monaten deutlich schlechter als der DAX gelaufen sind und unseres Erachtens Aufholpotenzial haben, sowie
Medtronic wurden drei neue Aktien-Positionen mit insgesamt rund 9% Gewichtung erworben. Aufgestockt wurde die
Aktie von BP, während im Gegenzug der Bereich der Unternehmensanleihen reduziert wurde.
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erstellt am 12.10.2010 17:16:08
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