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Die internationalen Aktienmärkte präsentierten sich im April ausgesprochen freundlich. Obwohl einige volkswirtschaftliche Indikatoren ein künftig langsameres Wachstumstempo erwarten lassen, die Europäische Schuldenkrise an Intensität zunahm und sich keine Besserung der geopolitischen Lage abzeichnete, überlagerten die überraschend positiven Berichte der Unternehmen zum ersten Quartal die negativen Tendenzen. Viele Börsenbarometer markierten neue Jahreshöchststände. Der deutsche Leitindex DAX stach mit +6,72% und einem frischen Jahreshoch besonders positiv hervor. Der DJ STOXX 50 beendete den April mit +2,81%. Den höchsten Stand seit drei Jahren erreichte der Dow Jones Industrial Average (+3,98% in US$), während der Zugewinn des NIKKEI 225 (+0,97% in Yen) aufgrund der anhaltend schwierigen Situation um das Atomkraftwerk Fukushima moderat blieb. Mit einem Minus von 0,57% fiel der chinesische Shanghai Composite dagegen aus dem Rahmen – trotz guter Wirtschaftsdaten bremste die Sorge vor restriktiven Maßnahmen der Regierung, um die Inflation unter Kontrolle zu bringen.
War die Berichtssaison in den USA zunächst verhalten gestartet, so wurde in der zweiten Monatshälfte zunehmend klar, dass die Zahlenwerke der US-Unternehmen und der europäischen Konzerne teils deutlich besser als die schon hoch gesteckten Erwartungen ausfielen. Von den 60% der US-Unternehmen aus dem S&P 500, die ihre Quartalsergebnisse bislang veröffentlicht haben, konnten 78% die Prognosen übertreffen. Starke Zahlen kamen vor allem von Rohstoff- und Industrieproduzenten. Ein ähnliches Bild zeichnete sich in Europa ab, wobei die Berichtssaison hier erst im Mai ihren Höhepunkt erreicht. Da sich zudem Befürchtungen hinsichtlich vorsichtigerer Ausblicke über den weiteren Jahresverlauf nicht bewahrheiteten, honorierten die Investoren die guten Zahlen vor allem zum Monatsende mit überschwänglicher Kauflaune.
Die reichlich vorhandenen Belastungsfaktoren vermochten das Kursfeuerwerk allenfalls kurzfristig zu bremsen. So hielt sich der Preis für Brent-Rohöl aufgrund des kriegerischen Konflikts in Libyen, eskalierenden Auseinandersetzungen in Libyen und Nigeria und einer Warnung des Internationalen Währungsfonds vor einer Erdölknappheit den gesamten Monat über US$ 120 je Fass. Mit Rekord hohen Risikoaufschlägen für griechische, irländische und portugiesische Staatsanleihen sorgte die Schuldenkrise der Euro-Peripheriestaaten erneut für Aufmerksamkeit. Auslöser für den jüngsten Schub waren neben anhaltenden Diskussionen über eine sofortige Restrukturierung griechischer Staatsschulden auch schlechte Budgetdefizitzahlen der betroffenen Staaten und die deutlichen Stimmengewinne und vermutliche Regierungsbeteiligung finnischer rechtskonservativer und die Rettungspakete ablehnender Kräfte nach den dortigen Parlamentswahlen. Spaniens und Italiens Staatspapiere verzeichneten ebenfalls höhere Aufschläge. Die Krise in Japan spielte trotzt der offiziellen Heraufstufung der Atomkatastrophe von Fukushima auf Tschernobyl-Niveau und einer zunehmenden regionalen Verseuchung dagegen keine Rolle mehr. In der letzten Aprilwoche sorgte die Ratingagentur S&P für einen Paukenschlag, indem sie den Ausblick für das Rating der USA auf negativ setzte. Die Agentur sieht eine 30%ige Wahrscheinlichkeit, dass eine Herabstufung der US-Staatsanleihen in den nächsten zwei Jahren droht. In der Erklärung stellte S&P nicht die Leistungsfähigkeit der USA in Frage, nannte aber vor allem den fehlenden Einigungswillen zur Reduzierung des Budgetdefizits als Grund, so dass die darauffolgende Talfahrt an den Aktienmärkten war nur kurzfristiger Natur war. Die Konjunkturdaten fielen überwiegend positiv aus. Allerdings blieb der US-Arbeitsmarkt mit einer wieder zunehmenden Anzahl von Arbeitslosenhilfe-Anträgen ein Sorgenkind. Der niedriger als erwartete Zuwachs der US-Wirtschaft im ersten Quartal sowie schwächere Wirtschaftsaktivitätsindikatoren der US-Notenbank zeigten an, dass der Wachstumspfad der weltgrößten Volkswirtschaft in näherer Zukunft wohl moderater ausfallen wird.
Der Kurs der 10-jährigen Bundesanleihe konnte von der unsicheren Situation in den Euro-Peripheriestaaten profitieren; ihre Rendite fiel um neun Basispunkte auf 3,26%. Der Dollar verlor deutlich an Boden und erreichte zwischenzeitlich knapp 1,50 US$/Euro, nachdem die US-Notenbank verkündet hatte, dass sie die freiwerdende Liquidität aus fälligen Hypotheken- und Staatsanleihen auch nach dem Auslaufen des Anleihenkaufprogramms im Juni in Staatsanleihen reinvestieren werde.
Der High-Discountportfolio Universal gewann im April aufgrund der guten Börsenentwicklung und dem Rückgang der Volatilitäten 1,15%. Wir haben im Berichtsmonat rund 25% des Fondsvolumens, die in lang laufenden Discountstrukturen investiert waren, vor allem zum Monatsende in kürzere Laufzeiten getauscht, die Absicherungsmarken den gestiegenen Marktniveaus angepasst und den Fonds damit insgesamt defensiver ausgerichtet. Rund 55% des Fonds sind dabei weiterhin in lang- und mittelfristigen Discountstrukturen angelegt, die wir in den nächsten Tagen ebenfalls schrittweise in kürzere Laufzeiten tauschen wollen. Das zur Besicherung genutzte Anleihenportfolio blieb mit niedriger Zinssensitivität und reduzierten Kreditrisiken defensiv ausgerichtet.
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erstellt am 06.06.2011 10:21:53
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