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Nach einem ereignisreichen August mit hohen Kursverlusten an den Börsen, verlief auch der September unruhig. Nach hektischen Auf- und Abwärtsbewegungen schloss der DAX im
Berichtsmonat mit - 4,89 % bei 5.502 Punkten. Der STOXX 50 dagegen verlor 3,51 % während der S&P 500 ein Minus von 7,18 % (in USD) verbuchen musste. Der japanische NIKKEI 225
schloss mit einem Verlust von 2,85 % (in JPY). Auch die vermeintlich sicheren Sachwerte zeigten diesen Monat Schwächen. Der Preis für eine Goldunze fiel in nur wenigen Tagen um fast
300 US-Dollar und ging dabei gleichzeitig mit den Aktienkursen zurück – ein für die Kapitalmärkte eher untypischer Gleichlauf.
Gründe für die Unruhe und die Zunahme der Schwankungsintensität waren die sich zuspitzende europäische Schuldenkrise und eine sich abzeichnende Konjunkturabschwächung. Während
die amerikanische Notenbank mit allen Mitteln versucht die Konjunktur zu beleben, wurde in Europa über eine weitere Aufstockung des Rettungsschirms in den Parlamenten diskutiert und
abgestimmt.
Mitten in der Schuldenkrise musste ein weiterer Tiefschlag hingenommen werden: S&P hatte die Kreditwürdigkeit von Italien von A+ auf A heruntergestuft und den Ausblick auf negativ
adjustiert. Dies und die Erwartungen einer wohl unvermeidlichen geordneten Umschuldung Griechenlands spiegelten sich in einer Abwertung des Euros wider. Der Kurs zum US-Dollar sank
im September von 1,43 auf 1,34. Staatsanleihen waren als sicherer Hafen nach wie vor gesucht, was in rekordtiefen Zinsen von 1,89 % für die zehnjährige Bundesanleihe Ausdruck fand.
Der Zinssatz des 3-monats Euribor zu dem sich Banken untereinander Liquidität verschaffen, steht mit 1,55% deutlich über den in 2010 markierten Tiefstständen. Die Emittenten von
Anleihen sind hinsichtlich der Bonität und des Bekanntheitsgrads eher unterdurchschnittlich. Die Risikoprämien für Unternehmensanleihen haben sich im vergangenen Monat signifikant ausgeweitet. Im gleichen Zeitraum fiel der HFRX Global Hedge Fund Euro Index um -2,99% und konnte somit der Entwicklung der Aktienmärkte nicht entziehen. ____________________
erstellt am 12.10.2011 17:14:52
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